Archiv für den Monat Oktober 2016

Trauerfrust


 

Lass die Sterne doch leuchten, lass sie lachen, du bist nicht hier, wirst nie mehr hier sein. Fortgenommen für immer, schaue ich deinen Spuren nach… eingeholt von der Trauer über die Endgültigkeit.
Ich hasse es, ohne dich zu sein, ich ertrage es nicht, ohne dich zu sein. Bin hier gefangen, verdammt bis zu meinem Tod. An ein Wiedersehen danach kann ich nicht glauben, auch, wenn ichs noch so sehr versuche.
Noch einmal deine Stimme hören, dir noch einmal einen Kuss geben, nur noch einmal mit dir im Arm einschlafen, an dir zu riechen.. was gäbe ich drum!!!
Warte auf mich, Motti, ich beeil mich hier unten..

 

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Der Tod und seine neuen Schnittstellen


Manche kennen es noch, das Leiterspiel. Man würfelt und rückt die Augenzahl vor. Wenn man Pech hat, kommt man auf ein Feld wie z.B. hier die 30. Auf dem Feld katapultiert dich eine Leiter sofort wieder zum Anfang zurück. Ungefähr so ist es mit der Trauer. Es gibt Tage, an denen Du scheinbar vorankommst. An denen die Trauer nicht überhand nimmt und Du verhältnismäßig gut über den Tag kommst, Du trotzdem etwas Freude hast, an diesem unkompletten Leben, in dem der wichtigste Teil fehlt. Und wenn es Dir dann richtig gut geht, taucht plötzlich am nächsten Tag ein Feld mit einer Leiter auf.

Komme ich auf solch ein Feld, katapultiert mich dieses direkt zum 1.Mai 2014.

Und dann fühlt sich alles so an, als ob es gerade eben geschah, dass wir dort zu sechst im Zimmer saßen und unsere Motti sich auf den Weg zu den Sternen gemacht hat. Plötzlich beschäftigst Du Dich wieder mit dem Tod. Schaust in Dein Umfeld und bemerkst, dass Du langsam in das Alter kommst, in dem Freunde erkranken, der Tod immer häufiger neue Schnittstellen erschafft in Deinem Leben.. Und Freunde fangen an, näher zusammen zu rücken, Gesundheit zu schätzen. Sehr betroffen gemacht hat mich der Tod einer Bekannten b(Barbara), die Freundin meiner Freundin. Ich habe sie leider nicht sehr gut gekannt. Ich fing lediglich mal eine Katze mit ihr ein, die entlaufen war an einen trüben Tag im Klinikum Mannheim. Das war lustig 🙂

Dennoch jagt mir dieses Schicksal richtig Gänsehaut über den ganzen Körper. Sie war 42, starb 5 Wochen nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Es macht mich betroffen und ich möchte für meine Freundin da sein, die ihr so nahe stand.

Barbara, alles Gute da oben, ich hoffe Du passt auf Deine Lieben auf und feierst da oben richtig ab!

Jetzt, wo die grauen Tage anbrechen, wird auch das Gemüt ziemlich grau. Umso mehr weiß man die goldenen Herbsttage zu schätzen, an denen die Sonne ihr Licht auf all das Können der Natur scheinen lässt. Da ist auch das Abrutschen auf der Leiter nur noch halb so schlimm.